über den VT2.09

Historie:

  • Juli 1957: Fertigstellung bei MAN in Nürnberg, Übergabe an die Peine-Ilseder Eisenbahn (PIE) als VT2
  • 1969: Verkauf an die Eisenbahngesellschaft Altona-Kaltenkirchen-Neumünster (AKN), Umzeichnung auf VT2.09
  • 1977: Verkauf an den VVM, Museumsbetrieb Schönberger Strand
  • 1980: HU abgelaufen, Überführung nach Aumühle

Beschreibung:

Der MAN Schienenbus ist neben dem Uerdinger Schienenbus bevorzugt von Privatbahnen eingesetzt worden. Gebaut wurden 39 Stück dieser Triebwagen von 1955 bis 1969. Er besitzt 2 Einachs Drehgestelle und wird von einem 150 PS 6 Zylinder Dieselmotor (MAN D 1246 M2T1U) angetrieben.

Als Getriebe kommt ein hydromechanisches Getriebe Diwabus 506 hergestellt von Voith zum Einsatz. Die Steuerung von Getriebe und Motor erfolgt weitesgehend elektro-pneumatisch, dadurch ist es möglich das z.B. ein Steuerwagen einen Triebwagen steuern kann.

Standort:

Momentan steht der Triebwagen in Aumühle auf dem Gelände des VVM.

Zustand:

  • Druckluftanlage ist dicht
  • Bremsen ziehen an
  • Wendegetriebe lässt sich elektro-pneumatisch umschalten
  • Füllungsverstellung für den Motor funktioniert elektro-pneumatisch (noch nicht komplett)
  • Standheizung läuft, lässt sich leider (noch) nicht abschalten
  • 2 von 4 Türen lassen sich pneumatisch schliessen
  • Elektrik ist bis auf Kleinigkeiten in Ordnung
  • Führerstand 1 weist starke Verfallserscheinungen auf (dadurch ist die Mittelscheibe gesprungen)
  • die untere Holzverkleidung im Innenbereich muss komplett erneuert werden
  • der Eingangsbereich und die Türen weisen starke Verfallserscheinungen auf
  • und noch viel mehr… 😉

Der Wagen wurde betriebsfähig abgestellt, es sind als NUR Verfalls, bzw. Alterserscheinungen die repariert oder ausgebessert werden müssen. Da der Wagen aber leider nicht für die Ewigkeit gebaut wurde (geplant ca. 30 Jahre) ist das leider doch etwas mehr.

Ziele:

Ich habe den VT leider in einen nicht kompletten Zustand vorgefunden. Viele Teile waren abgebaut und im Wagen verteilt. Es hat schon sehr viel Zeit gebraucht um viele Teile wieder an Ort und Stelle zu bringen oder zu wissen das es noch vorhanden ist. Bei dem Wagen wurde eine Aufarbeitung begonnen, aber nicht fertiggestellt. Trotzdem finde ich es gut das in der langen Zeit etwas an dem Wagen gemacht wurde, sonst wäre der Zustand jetzt wohl viel schlimmer.

Daher ist es mir erstmal wichtig, den VT wieder so weit zusammen zu bekommen, zu verstehen und kleinere Reparaturen zu machen damit er wieder grösstenteils funktioniert.

Dadurch kann ich mir sicher sein, das ich Teile zerlege oder abbaue die einmal funktioniert haben. Das ist ein ziemlich grosser Vorteil. 😉